Lagonda V12 Le Mans Oldtimer Pastellzeichnung

Der große Name „Lagonda“ ist zurück: Eine Legende zwischen Ohio und England

Wer an britischen Luxus und aristokratische Eleganz denkt, kommt an einem Namen nicht vorbei: Lagonda. Lange war es still um die Marke, doch wie ein Phönix aus der Asche feiert dieser große Name nun seine Wiedergeburt. Erfahren Sie mehr über die Geschichte hinter dem Logo und warum diese Marke selbst Giganten wie W.O. Bentley in ihren Bann zog.


Ein Amerikaner in England: Die Geburtsstunde

Hinter dem exotisch klingenden Namen Lagonda verbirgt sich eine Geschichte, die fast zu kurios ist, um wahr zu sein. Der Gründer, Wilbur Gunn, war eigentlich gar kein Brite, sondern stammte aus Ohio, USA. Doch das Schicksal (und die Liebe zur Technik) verschlug ihn nach England.

Wie bei so vielen Pionieren der Mobilität begann alles auf zwei Rädern. Aus dem Motorradbau wurden schnell Dreiräder und schließlich vierrädrige Gefährte.

  • 1907: Wilbur Gunn baute sein erstes Auto mit einer bescheidenen Leistung von 11 PS.

  • Der Aufstieg: Mit Modellen wie dem Two Litre, dem Continental und dem Three Litre entwickelte sich Lagonda immer deutlicher in Richtung der absoluten Luxusklasse.

Als W.O. Bentley ins Spiel kam

Ein Name, der jeden Oldtimer-Fan ehrfürchtig erstarren lässt, ist W.O. Bentley. Nachdem er sein eigenes Unternehmen an Rolls-Royce verkauft hatte, suchte der geniale Konstrukteur eine neue Herausforderung – und fand sie bei Lagonda.

Unter dem neuen Eigentümer Alan Good, der das finanziell angeschlagene Unternehmen 1935 übernahm, konnte Bentley sein Können erneut unter Beweis stellen. Er entwickelte einen gewaltigen 12-Zylinder-Motor, der technisch zwar brillant war, sich am damaligen Markt gegen die harte Konkurrenz jedoch nur schwer durchsetzen konnte. Dennoch festigte dieser Motor den Ruf von Lagonda als Schmiede für automobile Spitzenleistung.

Die Ära David Brown und die Wiedergeburt

Nach dem Krieg änderte sich alles: Lagonda und Aston Martin fanden sich unter dem Dach des David Brown Konzerns wieder. Das erklärt auch, warum viele Modelle der beiden Marken sich optisch und technisch so stark ähnelten.

Ein kleiner Blick hinter die Kulissen: In deinem Text erwähntest du, dass Aston Martin heute im Ford-Konzern zu finden sei. Tatsächlich hat Ford seine Anteile bereits vor einiger Zeit (2007) verkauft. Heute weht bei Aston Martin wieder ein eigenständiger Wind, was der Exklusivität von Projekten wie dem Lagonda Taraf – dem neuen Luxus-Liner auf den Autosalons der Welt – sichtlich gutgetan hat!


Die Kunst, Legenden festzuhalten

Ein Auto von diesem Format verlangt nach einer besonderen Darstellung. In meiner neuesten Pastellzeichnung habe ich einen roten Lagonda verewigt.

Das satte Rot der Karosserie auf dem Papier fängt die zeitlose Eleganz und die kraftvolle Präsenz ein, die diese Fahrzeuge auszeichnen. Während die Technik unter der Haube – vom frühen 11-PS-Motor bis zum Bentley-V12 – für Ingenieurskunst steht, vermittelt das Bild die Seele und den Stil einer vergangenen, goldenen Ära.

Zur obigen Zeichnung  hat mich ein Lagonda V12 Le Mans inspiriert. Gebaut wurde er 1938 – 40 mit einer Leistung bis zu 225 PS. Die Stückzahl der V12 Modelle hielt sich in Grenzen und lag bei 189 Stück.


Lagonda auf einen Blick:

Zeitraum / Modell Highlight
Gründungsphase Wilbur Gunn (USA) bringt Lagonda nach England.
1907 Das erste Auto mit 11 PS.
1935 W.O. Bentley wechselt zu Lagonda.
Nachkriegszeit Fusion mit Aston Martin (David Brown Ära).
Heute Wiederbelebung des Namens durch den Lagonda Taraf.

Fazit: Die Geschichte von Lagonda ist eine tolle Geschichte voller Wendungen. Vom Motorrad aus Ohio bis zum Luxus-Liner unter der Flagge von Aston Martin – der Name bleibt ein Versprechen für Exzellenz.

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