Pastellzeichnungen sind ein Tanz zwischen Pigment und Papier. Während Fotos oft nur die Oberfläche einfangen, liegt die wahre Magie im Detail – dort, wo die Kreide in die Täler des rauhen Büttenpapiers sinkt. Heute lade ich Sie ein, ganz nah heranzutreten und den legendären Aston Martin DBR1 durch die Linse der künstlerischen Präzision zu betrachten.
Das Material: Wenn Papier zum Mitspieler wird
Eine Pastellzeichnung lebt von der Haptik. Die Farbpigmente hinterlassen auf dem rauhen Büttenpapier mal mehr, mal weniger Spuren, was jedem Werk eine einzigartige Tiefe verleiht. Da dieser Aspekt bei einfachen Aufnahmen oft zu kurz kommt, möchte ich Ihnen hier die Möglichkeit geben, tiefer in die Textur einzutauchen.
Das Fundament bildet ein dunkelgrünes Büttenpapier. Es dient nicht nur als Untergrund, sondern als aktiver Teil der Farbkomposition, der dem Werk eine ruhige, edle Grundstimmung verleiht.
Das Drei-Farben-Wunder: Schwarz, Grün, Weiß
Es ist faszinierend, wie wenig es braucht, um eine Legende zum Leben zu erwecken. In dieser Zeichnung des DBR1 kamen tatsächlich nur drei Farben zum Einsatz:
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Schwarz (Reißkohle): Sie diente zum Vorskizzieren der dynamischen Linien und bildet die harten Schatten, die dem Wagen seine plastische Form verleihen.
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Grüne Kreide: Das Fundament für den typischen British Racing Green Lack. Hier zeigt sich die Meisterschaft darin, wie die Kreide mit dem dunklen Papier interagiert.
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Weiß: Geschickt eingesetzt für die Lichtreflexionen. Erst das Weiß lässt die Karosserie glänzen, das Glas der Windschutzscheibe transparent wirken und die Speichen der Felgen im Licht aufblitzen.
Dynamik in Bewegung: Der DBR1 im Profil
Das Motiv zeigt den Aston Martin DBR1 in seiner natürlichen Umgebung: in voller Fahrt. Die seitliche Ansicht betont die fließende Form, während die zwei Fahrer in der Bewegung den Betrachter direkt an den Rand der Rennstrecke versetzen. Man kann das Vibrieren des Motors fast spüren, wenn man sieht, wie die Lichtreflexe über das grüne Blech wandern.
Der letzte Schliff: Edel und zeitlos
Ein solches Werk findet seine Vollendung erst im Rahmen. Veredelt durch ein astral-weißes Galerie-Passepartout, gewinnt die Zeichnung an Raum und Tiefe. Es ist eine Kombination, die einfach edel und zeitlos schön wirkt – genau wie der DBR1 selbst.
Weiße Reflexionen auf Blech und Lack. Schwarze und weiße Linien unterstützen die Dynamic
und Geschwindigkeit des Motiv „Aston Martin DBR1“
Schwarze Flächen stehen hier für Schatten und den Wagen und im Radkasten.
Viel weiß stellt hier die Lichtspiegelungen auf Helm, Glas und Blech dar.
Längslinien, beschleunigen das Gefährt ungemein. Schwarzer Schatten am Boden steht für die wörtliche Bodenhaftung.




